Nach einer Nacht im Schlafwagon waren wir zwar nicht unbedingt die frischesten, aber nach einer warmen Dusche doch fit genug um zur purpurnen Stadt zu gehen, der ehemaligen Hauptstadt. Leider holte mich dort das Schicksal wieder ein, dem ich zuvor erfolgreich zwei Monate lang enteilt war. Ich verlor mal wieder was, dieses Mal meinen Geldbeutel mit allen Bankkarten, ein bisschen Bargeld und anderen Sachen, die zwar nicht so wichtig, aber doch schöne Andenken an die Zeit in Singapore gewesen wären, z.B. meine NUS Student Card. Die Purpurne Stadt war somit für mich gelaufen und ich fuhr sofort zurück ins Hotel, wo ich mit der Hilfe von meinem Paps alle Karten sperren konnte. An dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön und Entschuldigung für all das Chaos das ich mal wieder verursacht hatte.
Beim ganzen email schreiben stolperte ich dann über ein Email vom Atlantik Hotel in Hanoi. Der Manager war besorgt und wollte wissen, ob alles mit uns okay sei, weil wir doch eine Anzahlung geleistet hätten, aber nie in seinem Hotel angekommen wären. Da wurde uns bewusst, wie krass wir beschissen worden waren. Uns war zwar kein finanzieller Schaden entstanden aber allein das Gefühl auagetrickst geworden zu sein, wurmte uns schon sehr. Den Rest des Tages verbrachten wir dann mit dem Besichtigen von Pagoden, dem Markt bevor wir den Tag mit tollem Fisch, Bier und Billard ausklingen ließen.
Da wir am nächsten Tag nur eine vergleichsweise kurze Wegstrecke zurücklegen mussten, hatten wir uns für den Mittagsbus nach Hoi An entschieden, was uns am Vormittag noch die Zeit gab eine berühmte Grabanlage zu besichtigen. Dieses Mal blieb ich vom Unglück verschont, aber Jochen rutschte auf ein paar nassen Steinen aus und viel von einer kleinen Mauer. Zum Glück war der Boden ordentlich vom Regen aufgeweicht und matschig, sodass er sich nicht wirklich weh tat, aber seine Klamotten konnten wir erstmal in Hoi An in die Wäsche geben.
Dort kamen wir dann am späten Nachmittag an. Die Stadt ist unter anderem bekannt für seine über 2000 Schneider und die historische Altstadt, die im Licht der Lampions auch wirklich zauberhaft aussah. Nachdem wir ein bisschen herum gebummelt waren, beschlossen wir am Fluss auf einer Dachterasse zu Abend zu essen und einmal mehr war das Essen einfach wahnsinn.
Am nächsten Tag stand dann ein bisschen Sightseeing auf dem Programm, unter anderem der lokale Markt, eine alte japanische Brücke und alte Häuser. Nachdem wir (mal wieder) ausgiebig zu Mittag gegessen hatten ließen wir es am Nachmittag etwas ruhiger angehen und nachdem wir hoch einen alten Tempel gesehen hatten gingen wir zurück zum Hotel wo wir die letzte Stunde bevor unser Nachtbus kam mit Lesen, Postkarten schreiben und Emails verbrachten.
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