Montag, 31. August 2009

Update aus Singapur

Guten Abend aus Singapur,

nachdem die ersten Wochen super aufregend waren, da natürlich alles neu und anders als daheim war, verfalle ich langsam in den asiatischen Alltagstrott. Für die Uni muss ich leider mehr tun als ursprünglich geplant, da jede Woche Hausarbeiten anfallen und es auch noch Anwesenheitspflicht in den Vorlesungen gibt, aber na gut. Da die letzte Woche äußerst ruhig war, werde ich nur kurz von den Höhepunkten berichten.

Am Donnerstag war mein theoretischer Test für meinen Tauchschein. Nach 20 Minuten und natürlich null Fehlern, war diese Hürde schon mal geschafft. In zwei Wochen haben wir dann unsere Pool Sessions bevor es dann für ein Wochenende nach Malaysia geht, wo wir vier Tauchgänge im Meer absolvieren und dann hoffentlich unseren Schein in Händen halten dürfen.

Am Freitag waren holländische Kommilitonen, die gerade ihr Auslandssemester in Bangkok absolvieren, zu Besuch in Singapore, was alle Singaporianischen RSM-Studenten natürlich als Stadt - und Partyguides auf den Plan rief. Am Samstag Abend standen weitere Feiern auf dem Programm, was mich natürlich nicht davon abhielt am Sonntag Morgen das eigentliche Highlight des Wochenendes zu zelebrieren. Brunch im Paulaner Brauhaus, mit allem Drum und Dran: Weißwürste, Brezn, Schnitzel, Schweinshaxe, Apfelstrudel und Bier ließen für ein paar Stunden heimatliche Gefühle aufkommen.

Da die kommenden drei Tage relativ arbeitsintensiv werden, müsst ihr euch leider eine weitere Woche gedulden bis der nächste Eintrag kommt. Dann werde ich allerdings mehr zu berichten haben, weil ich von Freitag bis Montag in Bangkok verweilen werde und da sicher das ein oder andere Abenteuer auf uns warten wird. Man darf gespannt sein....

Montag, 24. August 2009

Kuala Lumpur

So, nach einem Wochenend-Kurztrip nach Kuala Lumpur ist es jetzt wieder Zeit für einen neuen Blog Eintrag. Am Freitag Abend ging's mit einer Gruppe von 50 Austauschstudenten von Singapore gen Kuala Lumpur. Nachdem wir die nervige Grenzprozedur hinter uns hatten konnten wir es uns endlich in einem Nachtbus bequem machen, der seines gleichen sucht. Die Nachtbusse hier haben unglaublich viel Beinfreiheit (was bei den kleinen Asiaten nicht selbstverständlich ist), verstellbare Rückenlehnen und ausklappbare Fußstützen. Auch wenn die Nacht kurz war, konnten wir doch alle ein bisschen schlafen und waren morgens um sieben einigermaßen frisch und munter in KL.

Leider war das nicht früh genug um tickets für die Besucher Plattform der Petrona Towers zu ergattern, da es dort täglich nur eine bschränkte Anzahl gibt. Nach einem erfolgreichen Fotoshooting des neuen Trio Infernale (Jojo, Lulu und Fafa) vor den Zwillingstürmen ging es weiter zum KL Tower, einem der höchsten Fernsehtürmen in der Welt. Leider war es neblig und die Aussicht wenig prickelnd. Doch auch davon ließen wir uns nicht die Stimmung vermießen. Mit einem Karaoke Taxi, welches wir zufällig bestiegen und welches mir eine der lustigsten Taxifahrten in meinem Leben bescherte, ging es weiter nach Chinatown, wo allerdings um elf Uhr vormittags noch nicht viel los war. Deshalb ging es weiter zum Central Market, der vorest letzten Sightseeing Station für uns an diesem Tag, da uns leider gegen eins die Müdigkeit übermannte und wir zurück ins Hotel fuhren um da einzuchecken. Nach einem Nickerchen gingen wir dann in die nahe gelegene Times Square Mall, die nicht nur Geschäfte auf 10 Etagen und einen kleinen Freizeitpark zu bieten hat, sondern auch Massagesalons. Wir beschlossen, dass wir uns nach dem ganzen Rumgelaufe eine Fußmassage redlich verdient hatten und 25 Ringit (5 Euro) für eine halbe Stunde waren gerade noch im Budget. Am Abend kam die komplette Gruppe wieder zusammen und es wurde gemeinsam gefeiert. Da neben unserer 50 köpfigen Gruppe noch ca. 50 andere Austauschstudenten aus Singapore in Kuala Lumpur waren, war der Club gespickt mit Leuten von der NUS und der Spaß dementsprechend.

Nachdem wir am nächsten Tag endlich ausgeschlafen waren, ging es zurück in die Mall und nach Chinatown um ein paar Einkäufe zu tätigen, für die am Tag vorher keine Zeit mehr war. Leider konnten wir uns nicht mehr dazu aufrappeln noch mehr sightseeing zu machen, was aber auch nicht zwingend notwendig war, da es in Kuala Lumpur abgesehen von den Türmen nicht so super viel sehenswertes gibt. Mit etwas Verspätung kamen dann unsere Busse wieder und die komplette fuhr friedlich schlummernd zurück nach Singapore.

Fazit des Trips: Kuala Lumpur kann man mal besichtigen, muss man aber nicht, die Gruppe war aber super und wir hatten viel Spaß. Kommendes Wochenende werde ich aber mal "zu Hause" bleiben. Dafür stehen dann Bundesliga schauen und ein Paulaner Frühschoppen am Sonntag auf dem Programm. In zwei Wochen gehts allerdings für ein verlängertes Wochenende nach Bangkok. Ich bin jetzt schon sehr gespannt und werde natürlich weiterhin von all meinen Erlebnissen zu berichten wissen.

Freitag, 21. August 2009

Die Universität

Mein heutiger Blog Eintrag soll ein bisschen Aufschluss geben, warum ich eigentlich hier bin. Der offizielle Grund ist nämlich die National University of Singapore (NUS), bzw. die Business School der NUS. Ich habe gerade auch ein paar Fotos vom Campus, den Gebäuden der Business School, des Sportgebäudes und der Mensen hochgeladen. Um meine nötigen Punkte für die Uni in Rotterdam zu bekommen habe ich vier Kurse hier belegt:

Asia Pacific Business, Ethics and Society: Ein eher allgemeiner Kurs über Asien, die verschiedenen Kulturen hier, Business in der Region etc. Fazit bis jetzt: Könnte interessant sein wenn der Professor besser Englisch sprechen würde und die Vorlesungen nicht so voll wären. Ist aber wohl einer der leichteren Kurse hier.

Options and Futures: Ein Finance Kurs der es in sich hat. Der Professor war selbst 10 Jahre an der Wall Street, wo er einen Hedge Funds verwaltet hat, der 60 Milliarden (!!!) Dollar wert war. Der gute Herr weiß wovon er spricht und kann uns wirklich einiges beibringen. Fazit bis jetzt: Wohl mein spannenster Kurs aber auch mit Abstand der anspruchsvollste.

Asian Markets and Marketing Management: Ein Marketing Kurs in dem wir die ein oder andere Hausarbeit schreiben müssen, Präsentationen geben müssen und generell mit den Marketing Prinzipien vertraut gemacht werden. Fazit bis jetzt: Nachdem ich einen ähnlichen Kurs im letzten Trimester in Rotterdam hatte und der Professor richtig gut war, wird mir dieser Kurs wohl eher leichter fallen. Abgesehen davon ist die Professorin nicht mal annähernd auf dem Niveau wie der Professor in Rotterdam.

Leadership in Organizations: Ein Kurs einzig und allein über verschiedene Führungsstile, was gute Leader und Manager ausmacht etc. Fazit bis jetzt: Interessant aber auch viel blabla. Wohl auch eher ein leichter Kurs.

All die jetzt denken, dass ich mir nur leichte Kurse ausgesucht habe, haben zum Teil Recht. Da es nämlich zum ersten Mal nicht darum geht gute Noten zu schreiben, weil die Noten nicht für unsere Abschlussnote zählen, hab ich Kurse genommen die mich schon interessieren, aber nicht allzu schwierig sind, sodass ich mich auch ein bisschen auf reisen, tauchen und andere schöne Dinge hier in Singapur konzentrieren kann.

Das bringt mich auch schon zum Ende meines heutigen Eintrages. In einer Stunde geht es nämlich nach Kuala Lumpur, wo ich mit einer Gruppe von 50 internationalen Studenten, organisiert von ein paar ehemaligen Studenten der Uni hier, das Wochenende verbringen werde. Am Montag werde ich natürlich auch davon zu berichten wissen. In diesem Sinne, viele Grüße in die Heimat, ein schönes Wochenende und bis Montag.

Montag, 17. August 2009

Tioman

Ich bin zurück in Singapur und habe ein tolles verlängertes Wochenende mit der Martine auf der Insel Tioman in Malaysia hinter mir. Nachdem wir auf der Insel kein Internet hatten, komm ich leider erst jetzt dazu davon zu berichten.

Donnerstag Morgen um halb sieben ging der Bus, der uns direkt von Singapur bis zu einem Hafen in Malaysia brachte, von dem aus wir dann mit der Fähre weiter nach Tioman fuhren. Wir beschlossen die kommenden Nächte in ABC (Kurzform für Air Batang) zu verbringen. Nachdem wir ein bisschen in dem Dorf herumgelaufen waren, fanden wir auch einen kleinen Bungalow für 40 Ringit die Nacht, was ungefähr 8 Euro entspricht. Nach einem kurzen Erkundungstrip war es auch schon 5 Uhr nachmittags, gleichbedeutend mit dem Beginn der lokalen Happy Hour. In den folgenden zwei Stunden gab es drei Bier für 10 Ringit (2 Euro) oder Cocktails für 8 Ringit (ca 1,60 Euro). Die Barkeeperin war eine Österreicherin aus Salzburg, die schon seit 5 Monaten auf der Insel ist und irgendwie nicht mehr wegkommt und es wurde ein sehr lustiger Abend.

Am Freitag waren wir den ganzen Tag schnorcheln, was man an den Bildern sehen kann. Was man zum Glück nicht sieht ist der Sonnenbrand den ich mir geholt habe, weil man natürlich nicht merkt wie einem beim schnorcheln die Sonne auf den Rücken brennt. Unser guide hatte Brot dabei, was natürlich die ganzen Fische ans Boot lockte, die uns dann das Brot aus der Hand fraßen. Dickere Fische bissen dann auch schon mal in den Finger. Die Haie die ein bisschen weiter vom Boot herumschwommen, waren zum Glück Vegetarier, doch bei ungefähr 1,50 Meter Länge wurde uns trotzdem ein bisschen mulmig zu Mute.

Am Samstag Morgen regnete es leider in Strömen, sodass wir den Vormittag auf der Terasse mit einem Buch verbrachten. Am Mittag wurde es dann besser und wir beschlossen zu einem etwas abgelegenen Strand in der Monkey Bay zu gehen. Dort verbrachten wir dann den kompletten Nachmittag.

Am Sonntag stand dann eine etwas größere Wanderung auf dem Plan. Ein 2 1/2 Stunden Marsch durch den Regenwald nach Juara, dem schönsten Strand der Insel. Dort verbrachten wir dann unseren letzten Nachmittag, zogen es aber vor mit dem Jeep zurückgefahren zu werden.

Am Montag ging es dann nach drei super entspannten Tagen um halb acht wieder zurück Richtung Singapur und heute um neun saß ich schon wieder in meiner Marketing Vorlesung. Da heute der letzte Tag von der Martine hier in Singapur ist, werden wir heute Abend noch ins Raffles Hotel gehen um dort den ein oder anderen Singapore Sling zu trinken.

Soviel für heute. In Kürze mehr. Neue Bilder gibts bei den Fotos zu sehen. Viele Grüße in die Heimat.

Montag, 10. August 2009

Back to school

Einen wunderschönen guten Morgen. Es ist Dienstag, halb neun und in einer halben Stunde habe ich meine erste Vorlesung - Asian Markets and Marketing Management. Kurz davor aber noch eine kurze Zusammenfassung der letzten paar Tage.

Freitag Abend: Martine kommt an. Ich hol sie am Flughafen ab, wir gehen noch was essen und fallen dann aber totmüde ins Bett.

Samstag: Eine weitere Erkundungstour steht auf dem Programm. Wir beginnen den Tag im Lau Pa Sat Festival Market, einem der bekanntesten und besten Food Courts in Singapore (Fotos werde ich wahrscheinlich heute Abend hochladen). Anschließend gings in den Merlion Park, eine Touristen Attraktion, da dort die wasserspeiende Statue von Merlion steht, dem Fisch mit dem Löwenkopf. Es geht weiter ins Asian Civilasation Musuem in dem super anschaulich die Geschichte von Singapore geschildert wird, wie die einzelnen Bevölkerungsgruppen hierher kamen, was deren Traditionen, Religionen etc. sind usw. Anschließend gehts über Chinatown wo wir zu Abend essen nach Sentosa, wo eine Strandparty in einem der Clubs stattfindet und wir uns mit ein paar anderen holländischen Austauschstudenten treffen.

Am Sonntag ist dann der Nationalfeiertag von Singapore. 44 Jahre Unabhängigkeit von Malaysia. Das muss natürlich gebührend gefeiert werden. Wir beginnen den Tag jedoch ganz entspannt im Pool bevor wir zur Orchard Road aufbrechen und von da langsam Richtung Merlion Park bummeln, wo man anscheinende die beste Aussicht auf die Show und das Feuerwerk hat und wo wir uns mit anderen Austauschstudenten treffen wollen. Um vier Uhr sind wir da und es gilt noch zwei Stunden totzuschlagen. Lukas und ich beschließen noch eine Runde Bier beim nächsten Supermarkt zu holen, was ungefähr eine Stunde dauert, weil dieser nicht gerade um die Ecke ist und weil uns die security guards bei unserer Rückkehr mitteilen, dass wir nicht mehr zu unseren Freunden können, weil die Plattform überfüllt ist und sie aus Sicherheitsgründen keinen mehr reinlassen können. Großartig!!! Da schlägt die große Mission Impossible Stunde der beiden entfernten Cousins. Über eine nahegelegene Tiefgarage schmuggeln wir uns ein Hotel, das direkt bei der Plattform liegt. Dort folgen wir ganz unauffälig einer chinesischen Familie und sind wenig später wieder zurück. Auch wenn es jetzt im Nachhinein wenig spektakuär klingt... der Schein trügt und uns ging ganz schön die Düse. Da die Show selbst ausverkauft ist und auf der anderen Seite der Bay stattfindet, sehen wir leider herzlich wenig von der Militärparade. Was wir aber sehen, sind die Apache Kampfhubschrauber, die Düsenjets, die Landungsschiffe der Marine und abschließend auch das Feuerwerk, das leider etwas kurz war. Trotzdem kann man von einer gelungenen Geburtstagsfeier gesprochen werden.

Am Montag beschlossen dann Martine und ich, das zu machen, was jeder gute Holländer (oder wer sich dafür hält) machen würde: Fahrräder mieten. Dafür fahren wir mit Metro, Bus und Schiff auf die Insel Pulau Ubin, wo die Zeit anscheinend stehengeblieben ist. Nachdem es die Nacht geregnet hatte ist alles schon matschig und unser kleiner Mountainbike Ausflug gleicht teilweise einer Schlammschlacht. Nach den sportlichen Anstrengungen des Tages, essen wir noch in Vivo City, einer Shopping Mall, zu Abend und gehen dann zu Bett, weil ich wie oben schon erwähnt heute um neun auf der Matte stehen muss.

Und da bin ich wieder am Anfang meines heutigen Eintrags. Es ist kurz vor neun und die Vorlesung beginnt gleich. Fotos gibt es wie angekündigt irgendwann heute Abend.

Freitag, 7. August 2009

Im Osten nicht viel neues

Zuallerst möchte ich mich entschuldigen, dass ich die letzten Tage nichts geschrieben habe. Zu meiner Verteidung möchte ich sagen, dass ich die letzten Tage eher entspannt angegangen bin. Ein paar organisatorische Dinge für die Uni, ein bisschen Sport im Fitnessstudio, Basketballspielen, Schwimmen, neue Leute kennenlernen. Das Highlight der letzten Tage war sicherlich das gemeinsame Feiern der Austauschstudenten am Mittwoch. Dort ereignete sich dann auch folgende Geschichte:

Ich war mit einem anderen Deutschen, der zufällig auch Fabian heißt (was aber auch wichtig für den Verlauf der Geschichte ist) am Taxistand. Dort waren auch ein paar andere Studenten und wie es sich halt so gehört stellt man sich artig vor und macht sich miteinander bekannt. Ein anderer Deutsche fragte erst den anderen Fabian wie er denn heiße. Als dieser meinte Fabian, wurde der andere hellhörig und fragte ihn auch nach dem Nachnamen. Sichtlich enttäuscht über die Antwort "Menzel" meinte er dann, er kenne nur einen Fabian Weber. Bis dahin stand ich einfach nur dabei und hatte noch nix gesagt. Irgendwie fühlte ich mich aber dann doch angesprochen und ich meinte, das wäre ich. Lange Rede kurzer Sinn. Der andere entpuppt sich als Lukas Krämer, der Sohn von einem Cousin von meinem Onkel Dieter. Lustigerweise war Lukas dieses Jahr in New York bei meinem richtigen Cousin Stefan und dieser hatte uns beiden vor ein paar Wochen ein Mail geschickt, da er wusste dass wir beide in Singapur sind und er meinte, dass wir uns doch mal treffen sollten. Dies war somit geschehen, ohne dass wir irgendwas abgesprochen hatten und das musste natürlich erstmal gefeiert werden. Gestern waren wir dann gemeinsam auf Erkundungstour in der Stadt und ich denke, dass wir noch viel Spaß gemeinsam hier haben werden.

Heute war ich wieder an der Uni um mich impfen zu lassen. Ich hatte meinen Hepatitis B Impfstoff extra aus Holland mitgenommen und es lief alles problemlos. Wie ihr schon merkt, war die letzten paar Tage wirklich nur Entspannung angesagt und nichts wirklich berichtenswertes, sodass ich schon vom Impfen berichten muss. Die Nachricht des Tages ist aber, dass heute Abend die Martine kommt und für 10 Tage hier bleibt. Ich hab zwar nächste Woche meine ersten Vorlesungen, aber dann können wir vielleicht für 5 Tage irgendwo gemeinsam hinfahren. Deshalb verabschiede ich mich auch für heute, weil ich zum Flughafen muss. Beim nächsten Mal kann ich hoffentlich mehr berichten. Am Sonntag ist hier Nationalfeiertag und da gibts zumindest schon mal ein großes Feuerwerk. Was sonst noch alles stattfindet, werde ich hoffentlich noch herausfinden.

Dienstag, 4. August 2009

Sightseeing

Da ich Samstag Mittag immer noch Bescheid bekommen hatte, ob ich das Zimmer haben kann, beschloss ich mit ein paar anderen Austausch-Studenten noch eine andere Wohnung anzusehen. Als wir jedoch da waren kam der Anruf und ich hatte das Zimmer (Fotos des Zimmers, der Wohnung und der ganzen Anlage lade ich später noch hoch).

Daraufhin fuhr ich wieder ins Hostel, holte meinen Kram und zog umgehend in mein neues Zuhause. Ich teile meine Bleibe mit 2 Rumänen. Einer ist Programmierer bei Orange, der andere der Nationaltrainer der Singaporianischen Fecht Nationalmannschaft. Beide machen einen ganz ordentlichen Eindruck und ich denke, dass wir die nächsten 5 Monate auch gut über die Runden kriegen werden.

Anschließend, beschloss ich zur Night Safari zu fahren. Da ich noch ein bisschen Zeit hatte, machte ich einen Stop im Chinesischen/Japanischen Garten, besichtigte das größte Schildkrötenmuseum der Weld, hatte aber wenig Lust auf Bonsais, deshalb gings weiter zum Zoo von Singapur, bzw. dessen Night Safari. Es war absolut super. Lauter nachaktive Tiere, eine tolle Anlage, eine witzige Show, und vieles mehr. An dieser Stelle einen besonderen Gruß an meinen Papa, der sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen darf. Auch die Fledermaus, die ihre Notdurft auf meinem T-Shirt verrichtete, konnte den tollen Abend nicht ruinieren. Totmüde fuhr ich dann allerdings nach Hause.

Am Sonntag beschloss ich dann nach Sentosa Island zu fahren. Dort besichtigte ich ein sehr lässiges Aquarium, ging in eine Show mit rosa (!) Delphinen und entspannte ein bisschen am Strand. Nach einem leckeren Abendessen in Vivo City, einer Riesen Shopping Mall, gings dann wieder nach Hause. Da ich mich noch ein bisschen an das neue Klima gewöhnen muss und jeden Tag wirklich viel unterwegs bin, brauch ich noch ein bisschen mehr Schlaf, deshalb fall ich jeden Abend totmüde ins Bett und schlaf gemütlich aus. Nächste Woche, wenn die Uni beginnt wird sich das aber wieder ändern. Jetzt werd ich noch ein paar Fotos hochladen und dann war's das mal wieder. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und viele Grüße in die Heimat.

Samstag, 1. August 2009

Orientation und Apartment Hunting

Ich beginne am besten da, wo ich gestern aufgehört habe: An der Uni. Nachdem die Batterie von meinem Laptop leer war, ging ich gestern zur Einführungsveranstaltung unserer Fakultät. Da man sich der Übersicht halber in Blocks setzen musste, die nach den Ländern der einzelnen Partneruniversitäten geordnet waren, fand ich mich natürlich im Holland-Block wieder. Da auch die Uni Maastricht vertreten war, stellte sich aber bald heraus, dass in dem Block mindestens so viele Deutsche wie Holländer saßen ;-)

Wir bekamen alle einen "Buddy" zugeteilt, der uns ein bisschen zur Seite stehen soll, wenn irgendwas an der Uni nicht klappt, wenn wir nicht wissen wo die Vorlesungen sind etc. Leider ist mein buddy bis jetzt wenig zu gebrauchen, da es sich um ein Mädchen handelt, die selber erst an der Uni anfängt und somit noch nicht mal den Campus richtig kennt. Außerdem macht sie nicht nur ein Bachelor Programm, sondern gleich zwei!!! Ihre Hobbies sind abgesehen von lernen, fernsehschauen und durch den Park gehen. Sie hatte eine ungemeine Abneigung gegenüber Parties und vor allem Alkohol Konsum... Ihr könnt schon sehen, sie ist genau der richtige Buddy für mich.

Die Einführungsveranstaltung war eher wenig informativ, die Führung durch's Gebäude ein einziges Chaos, aber das anschließende Buffet ließ alles wieder vergessen. Als dann auch noch der Buddy eines Holländers beschloss, uns mit seinem Auto ein bisschen rumzufahren und uns die Stadt zu zeigen, war ich natürlich gleich dabei. Wir waren erst was essen (zur Information: Shoppen und Essen sind die wichtigsten Freizeitbeschäftigungen in Singapur. Vor allem letzteres kommt mir sehr entgegen) und beschlossen dann, eine Spezialität Südost Asiens zu kosten, eine Frucht genannt Durian. Man riecht sie schon zehn Meter gegen den Wind, weil der Duft atemberaubend ist... leider nicht im positiven Sinne. Es stinkt furchtbar und die Frucht wird auf einer List der zehn ekligsten Dinge die man in der Region essen kann, relativ weit oben geführt. Ich kann aber alle beruhigen, so schlimm war's gar nicht. Wenn man sich mal an den Gestank gewöhnt hat kann man das schon mal essen. Leider kann ich keinen Vergleich finden, wie es schmeckt, weil ich noch nie etwas auch nur annähernd ähnliches gegessen habe. Anschließend waren wir noch in einem Hindu Tempel und uns wurde alles erklärt. Irgendwann war's dann Abend und ich beschloss mein Hostel aufzusuchen.

Heute morgen lernte ich dann endlich die anderen Austauschstudenten kennen, mit denen ich vielleicht in eine Wohnung ziehen werde. Der Agent, der uns eigentlich heute schon Wohnungen zeigen wollte, ließ den Termin dann aber platzen, worauf ich alleine die Stadt erkunden ging und mir ein anderes Zimmer ansah. Die Stadt selber ist super gepflegt und sauber. So etwas habe ich noch nie gesehen. Ich war in Little India, hatte da auch etwas zum Mittagessen, bin dann über einen typisch asiatischen Markt spaziert um dann kreuz und quer durch alle möglichen Straßen zu laufen (das Prinzip meiner Tour hieß "Exploring", sprich einfach rumlaufen, ohne Stadtkarte, sich zurecht finden und gespannt sein, was und wem man so über den Weg läuft). Danach kurz die angesprochene Wohnungsbesichtigung. Das Zimmer war super, sowohl von der Lage, als auch von der location, der Mitbewohner war ein partyfreudiger Rumäne, der als Programmierer sein Geld verdient. In der Anlage gibt es einen Pool, Tennisplätze, einen kleinen Supermarkt, Restaurants und vieles mehr. Das einzig negative ist der Preis von ca 500 Euro, aber die Mietpreise in Singapur sind leider nicht von schlechten Eltern und bevor ich die kommende Woche noch weiter mit nervigen Wohnungsbesichtigungen beschäftigt bin, werde ich preislich einfach in den sauren Apfel beißen und mich dann an all den Vorzügen umso mehr erfreuen.

Dann ging es noch auf die Orchard Road, mit die bekannteste Straße in Singapur, die ein einziges Einkaufsparadies ist. Nach einem singaporianischen Abendessen mit Fisch und Nudeln ging ich dann wieder nach Hause und war froh mich erstens unter die Dusche zu stellen und zweitens meine Füße auszuruhen, da ich heute richtig viel unterwegs war.

Für heute wars das erstmal, denn ich geh jetzt schlafen. Morgen bekomme ich Bescheid wegen dem Zimmer und dann müssen die anderen Austauschstudenten ohne mich weiter auf Wohnungssuche gehen. Fotos werde ich hochladen, sobald die Internetverbindung ein bisschen schneller ist und ich auch ein paar mehr Fotos zusammen habe. Viele Grüße in die Heimat und ein schönes Restwochenende.