Donnerstag, 30. Juli 2009

Welcome Singapore

Nach einem langen Flug und einer kurzen Nacht bin ich nun in Singapur angekommen. Wer meint, man setzt sich einfach mal so in Amsterdam ins Flugzeug, fliegt erst nach München und dann nach Singapur und das wars, der irrt gewaltig. Deshalb beginnt der heutige Blog Eintrag in Schiphol, dem Flughafen in Amsterdam.

Aus irgendwelchen, mir immer noch unerklärlichen Gründen, dachte ich, dass die Gepäckobergrenze bei 2 mal 23 Kilo läge. Da ich sowieso nicht viel dabei hatte, hatte ich mir noch nicht mal die Mühe gemacht meinen Koffer zu wiegen. Der aufmerksame Leser erahnt schon was jetzt kommt…. Richtig! Ich hatte Übergepäck und das nicht zu knapp. Statt erlaubten 20 Kilo hatte ich einfach mal 30 dabei. Großartig! Kosten pro Kilo 30 Euro. Selbst ohne Taschenrechner kommt man schnell auf den Gesamtbetrag von 300 Euro. Die nette Dame am Schalter bat mich daraufhin höflich zur Seite zu gehen und mir zu überlegen, was ich denn jetzt hier lassen möchte.

Zuerst dran glauben mussten vier Päckchen Stroopwaffeln, eine holländische Spezialität, die ich einfach mal eingekauft hatte um irgendwelchen Leuten in Singapur eine Freude zu machen. Glücklicherweise fanden sich ein paar Kinder, die sich sehr über diese unerwartete Leckerei freuten. Viel mehr wollte ich aber nicht abgeben, trotzdem wurden Rasierschaum (bei meinem Bartwuchs leicht zu entbehren), Schuhcreme und ein altes Handtuch noch aussortiert. Ein paar Dinge konnte ich noch in meinen Rucksack stopfen und dann wollte ich es nochmal probieren. Glücklicherweise zeigte die Waage jetzt nur noch 25 Kilo an, trotzdem noch fünf zu viel. Daraufhin offerierte ich der Laufthansa Lady das letzte Päckchen Stroopwaffeln und fragte sie, ob sie vielleicht auch noch meine Sonnencreme gebrauchen könnte. Sie meinte ja, und nachdem ich ihr zusätzlich ein bezauberndes Lächeln schenkte, meinte sie, dass sie heute nochmal beide Augen zudrücken würde. Glück gehabt! Der Außendienstaufenthalt während meiner Allianz Ausbildung hatte sich mal wieder bezahlt gemacht ;-)

Der Flug war dann leider wenig spektakulär. In München gab’s ein letztes Weißbier, in der Abendzeitung war ein FC Bayern Poster, welches in Singapur mein neues Zimmer schmücken wird, und dann ging’s auch schon wieder los. Leider hatte ich weder Fenster noch Gangplatz, was bei meinen 1,91m nicht unbedingt komfortabel war. Aber na gut. Die folgenden 12 Stunden brachte ich dann mit Essen, Filmen, Schlafen und lesen relativ gut über die Runden und schon war ich in Singapur. Weder beim Zoll, noch bei der Gepäckausgabe gabs Probleme, somit konnte ich mich gleich zu Wil van Mol aufmachen, der mir für die erste Nacht Unterschlupf gewährt. Wer den guten Herren nicht kennt, braucht sich nicht wundern, ich kannte ihn bis vor ein paar Stunden auch nicht, aber dank der Familie Kessinger kam dieser Kontakt zu Stande und ich bin sehr froh über diese Gastfreundschaft und die Tatsache, dass ich dort meine erste Nacht verbringen kann.

Meine ersten Eindrücke von Singapur: Es ist sehr warm (sogar abends um zehn hat es noch 25 Grad) und super schwül, wie ich mir bereits gedacht hatte. Taxifahren ist günstig und unproblematisch, wenn man sich nicht daran stört, dass der Taxifahrer den Linksblinker setzt und bis zum eigentlichen Abbiegen noch gefühlte 17 mal die Spur wechselt. Essen ist lecker, günstig, aber mein Magen muss sich wohl noch daran gewöhnen.

Morgen geht’s dann zum ersten Mal an die Uni zum offiziellen Einschreiben. Außerdem finden irgendwelche informationsveranstaltungen statt. Man darf auf alle Fälle gespannt sein. Ich habe inzwischen auch eine singaporianische Nummer. Allerdings weiß ich die noch nicht, das werde ich aber vor dem zubettgehen noch herausfinden und diese dann morgen posten.

1 Kommentar:

  1. Übergepäck bei Interkontinentalflügen scheint in der Familie zu liegen - ist aber nicht genetisch bedingt !! Fliegt mit Muttern und Ihr habt 2/3 ihrer Kofferkapazität zu Eurer Verfügung.
    Dodo

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